Mittwoch, 23. Dezember 2009

Weihnachtsgedicht



Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
Ein milder Stern herniederlacht;
Vom Tannenwalde steigen Düfte
Und hauchen durch die Winterlüfte,
Und kerzenhelle wird die Nacht.
Mir ist das Herz so froh erschrocken,
Das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre ferne Kirchenglocken
Mich lieblich heimatlich verlocken
In märchenstille Herrlichkeit.
Ein frommer Zauber hält mich wieder,
Anbetend, staunend muß ich stehn;
Es sinkt auf meine Augenlider
Ein goldner Kindertraum hernieder,
Ich fühl's, ein Wunder ist geschehn.

Theodor Storm

1 Kommentar:

Roswitha hat gesagt…

Schönes Gedicht und schöner Weihnachtsflipimann!! Der sieht lustig aus.
Ich wünsch dir schöne Weihnachten und einen guten Rutsch!

LG Roswitha